23 August 2026 · Aebischer Sofie
Gewerbe und Industrie, Haushalte
Nachhaltigkeit spielt in der Schädlingsbekämpfung eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Schädlinge wirksam zu bekämpfen und gleichzeitig die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt möglichst gering zu halten. Ein wichtiger Ansatz dafür ist die integrierte Schädlingsbekämpfung.
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Bei einer nachhaltigen Schädlingsbekämpfung steht nicht nur die unmittelbare Bekämpfung der Schädlinge im Vordergrund, sondern auch die langfristige Wirkung der eingesetzten Massnahmen.
Dazu gehört, Bekämpfungsmittel gezielt und nur im notwendigen Mass einzusetzen, um bspw. Gewässer, Böden und andere Lebewesen zu schonen. Gleichzeitig geht es darum, Schädlingsprobleme langfristig zu lösen, anstatt einen Befall nur kurzfristig zu beseitigen und dadurch wiederholte Bekämpfungsmassnahmen notwendig zu machen.
Die nachhaltige Schädlingsbekämpfung wird in der Praxis mithilfe der integrierten Schädlingsbekämpfung (Integrated Pest Management, IPM) umgesetzt. Sie bietet einen Rahmen für ein gezieltes Vorgehen und hilft dabei, je nach Situation die passenden Massnahmen auszuwählen.
Das Konzept wird häufig als Pyramide dargestellt. An ihrer Basis stehen vorbeugende Massnahmen, gefolgt von der Früherkennung und Überwachung eines Befalls. Erst wenn diese Massnahmen nicht ausreichen, wird gezielt bekämpft.
Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU
Welche Massnahmen sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Situation ab. Grundsätzlich gilt: Je früher ein Schädlingsproblem verhindert oder erkannt wird, desto einfacher, kostengünstiger und nachhaltiger lässt es sich lösen.
Nachhaltige Schädlingsbekämpfung beginnt möglichst, bevor ein Befall entsteht. Vorbeugende Massnahmen sollen verhindern, dass Schädlinge überhaupt geeignete Bedingungen vorfinden, um sich anzusiedeln und zu vermehren.
Dazu gehört beispielsweise, mögliche Eintrittsstellen an Gebäuden abzudichten, Lebensmittel, Rohstoffe und Abfälle sicher zu lagern sowie auf gute Hygiene und regelmässige Reinigung zu achten. Auch die Bedingungen in Lager- und Produktionsbereichen spielen eine wichtige Rolle. Feuchtigkeit, Wärme oder schlecht zugängliche Bereiche können einen Befall begünstigen.
Bei gewerblichen Betrieben spielt zudem die Inspektion von Waren und Lieferungen eine wichtige Rolle. Schädlinge können beispielsweise über Verpackungen, Rohstoffe oder gebrauchte Gegenstände eingeschleppt werden.
Durch konsequente Prävention lassen sich Befälle vermeiden oder zumindest deutlich reduzieren. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Schäden und aufwendigen Bekämpfungsmassnahmen.
Trotz sorgfältiger Prävention lässt sich ein Schädlingsbefall nicht immer verhindern. Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen frühzeitig zu erkennen und die Situation richtig einzuschätzen.
Hier kommt das Monitoring ins Spiel. Durch regelmässige Kontrollen und geeignete Überwachungssysteme lassen sich Hinweise wie Kotspuren, Frassschäden oder Schädlinge in Monitoringfallen frühzeitig feststellen. Je nach Situation können auch digitale Monitoringsysteme eingesetzt werden, die eine kontinuierliche Überwachung ermöglichen.
Wird ein Befall früh erkannt, kann gezielt reagiert werden, bevor sich die Schädlinge weiter ausbreiten und grössere Schäden entstehen. Auch so lassen sich aufwendige Bekämpfungsmassnahmen und unnötige Einsätze reduzieren.
Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU
Lässt sich ein Schädlingsbefall trotz Prävention und Monitoring nicht verhindern, ist eine gezielte Bekämpfung notwendig. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Bekämpfungen:
Nicht chemische Bekämpfung
Wenn möglich, setzen wir zunächst auf nicht-chemische Verfahren. Dazu gehören mechanische Massnahmen wie Schlagfallen, physikalische Verfahren wie Wärme- oder Kältebehandlungen sowie biologische Methoden wie der Einsatz von Nützlingen.
Je nach Schädlingsart und Situation können solche Verfahren eine wirksame Alternative zu chemischen Mitteln sein. So lassen sich beispielsweise bestimmte Mottenarten mit Pheromonen regulieren oder Bettwanzen mit einer Wärmebehandlung beseitigen.
Chemische Bekämpfung
Nicht chemische Verfahren reichen nicht in jeder Situation aus. Ist ihre Wirkung ungenügend oder rasches Handeln erforderlich, können chemische Bekämpfungsmittel notwendig sein. Dabei kommen Verfahren wie Begasungen oder Schlupfwinkelbehandlungen zum Einsatz. Entscheidend ist dabei, sie gezielt und fachgerecht einzusetzen und die verwendete Menge auf das notwendige Mass zu beschränken.
In der Schweiz ist die Anwendung von Biozidprodukten gesetzlich geregelt. Wer Schädlingsbekämpfungsmittel beruflich oder gewerblich im Auftrag Dritter einsetzt, benötigt dafür eine entsprechende Fachbewilligung.
Eine einmalige Bekämpfung reicht nicht immer aus, um ein Schädlingsproblem dauerhaft zu lösen. Werden die Ursachen eines Befalls nicht erkannt und behoben, können Schädlinge wieder auftreten und weitere Massnahmen notwendig werden. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand und kann zu einer höheren Belastung für Umwelt und Ressourcen führen.
Nachhaltigkeit bedeutet deshalb auch, von Anfang an möglichst gezielt vorzugehen. Durch Vorbeugung, frühe Erkennung und die passende Bekämpfung lassen sich unnötige Einsätze vermeiden. Das kann Schäden verhindern, Ressourcen schonen und langfristig Kosten reduzieren.
Auch in Zukunft wird dieser Ansatz wichtiger. Neue Schädlingsarten, veränderte Umweltbedingungen und strengere Anforderungen an den Einsatz von Biozidprodukten stellen neue Herausforderungen dar. Umso wichtiger sind Lösungen, die wirksam sind und gleichzeitig das Ökosystem möglichst wenig belasten.
Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit. Deshalb setzen wir bei Desinfecta auf die Grundsätze der integrierten Schädlingsbekämpfung und legen Wert auf Lösungen, die nicht nur wirksam, sondern auch langfristig sinnvoll sind.
Dabei ist uns wichtig, verantwortungsvoll mit Bekämpfungsmitteln umzugehen und die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt möglichst gering zu halten. Diesen Anspruch versuchen wir, so gut wie möglich in unserem Arbeitsalltag umzusetzen.